Oikocredit

Die im niederländischen Amersfoort ansässige ökumenische Entwicklungsbank Oikocredit verdankt ihre Entstehung den in den siebziger Jahren erkannten ökumenischen und entwicklungspolitischen Herausforderungen der europäischen evangelischen Kirchen: Den Menschen in den ärmeren Ländern nicht einfach nur materiell zu helfen, sondern Hilfe durch Selbsthilfe zu ermöglichen - als einen Beitrag zur Gerechtigkeit in der einen Welt. Da örtliche Initiativen in Ländern in der sogenannten Dritten Welt nach klassischen Bankregeln meist als nicht kreditwürdig gelten (mangels verwertbarer Sicherheiten), hat es sich Oikocredit zur Aufgabe gemacht, hier einen Geldtransfer von Nord nach Süd vorzunehmen. Damit wird es auch Kleinstunternehmen ermöglicht, zu Krediten zu kommen und zu investieren. Die Kredite werden in der Regel in der Landeswährung ausgereicht, sind zinsgünstig und setzen ein wirtschaftliches Konzept voraus. Oikokredit finanziert sich durch Anteile, die besondere Freundeskreise vertreiben.

Diese Anteile (zu je 400 Euro) werden gering verzinst und gelten als sichere Anlagen. Die ausgereichten Kleinkredite werden in einer sehr hohen Quote auch tatsächlich zurückgezahlt. In neuerer Zeit hat auch die Weltbank erkannt, dass solche Kleinstkredite ein probates Mittel sind, wirksam zu helfen. Als Microkredite erlangen sie im weltweiten Finanzwesen langsam wachsende Bedeutung.


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Publikationsdatum dieser Seite: 06.12.2018 13:24