20 Landeskirchen unter einem Dach

"Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele."
(1. Korinther 12, 14)

Die kirchliche Arbeit organisiert sich auf unterschiedlichen Ebenen, von den Kirchengemeinden über die Kirchenkreise und Landeskirchen bis hin zu den gliedkirchlichen Zusammenschlüssen.

In 14.000 Kirchengemeinden wird Glaube gelebt und sichtbar. Über den Sonntagsgottesdienst hinaus sind sie Treffpunkt im Alltag und Ausgangspunkt vielfältiger Aktivitäten und persönlichen Engagements für unsere Gesellschaft. Das ist die Basis der evangelischen Kirche.

Kirchenkreise (teilweise auch Dekanate genannt) sind regionale Zusammenschlüsse mehrerer Kirchengemeinden. Die Kirchenkreise nehmen zum einen Verwaltungsaufgaben für ihre Kirchengemeinden wahr, zum anderen ist bei ihnen die geistliche Leitung für ihr Gebiet angesiedelt. Auch andere übergemeindliche Aufgaben werden von ihnen wahrgenommen, wie z. B. Kreisjugenddienste oder die Krankenhausseelsorge.

Die Kirchengemeinden und Kirchenkreise gehören zu 20 verschiedenen Landeskirchen. Bis auf die Evangelisch-reformierte Kirche, die ihre Kirchengemeinden in mehreren Regionen hat, sind alle sogenannte Territorialkirchen. Ihre Grenzen sind historisch entstanden und weichen zum Teil erheblich von denen der Bundesländer ab. Seit Entstehung der EKD hat es territorial und namentlich im Osten und Norden Veränderungen gegeben. Sie sind Ausdruck des Willens der Synoden, der Kirchenleitungen und der Gemeinden, durch engere Zusammenarbeit die Arbeitsmöglichkeiten der Kirche zu stärken.

Die Landeskirchen haben die Aufgabe, die Kirchengemeinden bei ihrer Arbeit zu unterstützen und übergreifende Tätigkeiten wahrzunehmen. Die Landeskirchen sind verantwortlich für Regelungen und Gesetze ihrer Einrichtungen, den Bereich kirchlicher Ausbildung sowie die zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei tragen sie in der Regel die Verantwortung für die Kirchengebäude, die Verteilung der finanziellen Mittel an die verschiedenen Einrichtungen und sind gleichzeitig Dienstgeber für kirchliche Beamte sowie Pfarrerinnen unf Pfarrer.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist der Zusammenschluss der Gliedkirchen in der Bundesrepulik Deutschland. Sie unterstützt die Landeskirchen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und nimmt gesamtkirchliche Aufgaben wahr. Sie fördert Aktivitäten, die für die gesamte evangelische Kirche wichtig sind, wie z. B. Diakonie, Mission, Bildung und die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen. Außerdem nimmt die EKD auf Grundlage des Evangeliums öffentlich Stellung zu den gesellschaftichen Debatten der Gegenwart.

 

Kirchenmitglieder und Gemeinden am 31.12.2017
Gliedkirche
Kirchen-mitglieder
Kirchen-gemeinden
Anhalt

32.611

143

Baden

1.156.407

486

Bayern

2.370.179

1.537

Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

962.569

1.257

Braunschweig

334.951

329

Bremen

193.099

64

Hannover

2.579.722

1.381

Hessen und Nassau

1.549.255

1.135

Kurhessen-Waldeck

812.273

754

Lippe

159.396

69

Mitteldeutschland

712.064

1.893

Nordkirche

2.027.751

992

Oldenburg

411.595

116

Pfalz

515.627

402

Reformierte Kirche

173.305

146

Rheinland

2.544.325

704

Sachsen

689.858

702

Schaumburg-Lippe

51.234

22

Westfalen

2.236.897

494

Württemberg

2.022.740

1.282

EKD insgesamt

21.535.858

13.908

 

Weitere Daten sind im Downloadbereich dieser Seite zu finden.

Die Anschriften der Gliedkirchen mit weiterführenden Links sind neben weiteren Informationen zu den Gliedkirchen unter "Die Gliedkirchen der EKD" zu finden.


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Publikationsdatum dieser Seite: 06.12.2018 13:25